Valentinstag I

Ein Auszug aus einem meinen Schubladenbüchern !

Es passt zum Valentinstag mit und dem  Tee

Der Wind verfing sich in seinem, noch immer strohblondem Haar, das er noch ebenso lang trug wie vor dreißig Jahren und ließ die Haare wie Schaumkronen des Meeres um seinem Kopf tanzen. Das blau seiner Augen blitzte auf und seine Lippen, weich geschwungen wie eine ruhige kleine Welle, lächelten ihr entgegen.
Sie ging auf ihn zu während der Nordseewind an ihren Kleidern riss und den Dünensand um ihre nackten Beine peitschte. Die Möwen über ihnen schrien laut. Doch all dies nahmen sie nicht wahr. Bei ihm angekommen hob sie ihre rechte Hand und legte sie auf seine linke Wange. Zärtlich strich sie über die kleinen Fältchen die frech um seine Augen tanzten, dann lächelte sie, strich durch sein wildes Haar, atmete seinen Duft ein den sie so viele Jahre nicht vergessen hatte. Tränen liefen ihr lautlos die Wangen hinunter.
Manfred nahm sie stürmisch in seine Arme und drückte sie fest an sich. Ein kleiner Schrei der Erleichterung entwich ihr während er eine Hand in ihren Nacken legte und seine Lippen ihren Mund fanden um ihn warm, weich, zärtlich, besitzergreifend und unendlich liebend zu küssen.
Copyright by Mim Krause Berger ©

„LOVE PACKAGE“  zum Valentinstag oder anderen Liebevollen Tagen   

100 g. Früchtetee „ERDBEER SAHNE“

Enthält: Apfelstücke, Hibiskusblüten, Orangenschalen,
Hagebuttenschalen, Aromen, Erdbeerstücke (2%).

Geschmack: Erdbeere

Tee-Ei „For Lovers“, rosa Ø ca. 5 cm


mit rosa Anhänger und Anhänger aus Edelstahl ,,Mädchen“
Wunderschönes mit guter Laune verbundenes Tee-Ei. Tee in das Sieb einfüllen, verschliessen, in die Tasse hängen und mit heißem Wasser übergiessen. So kann der Tee in aller Ruhe in Tassen-Portionen gut ziehen.

Tee -Becher ,,VANNI“ ,
New Bone China, in Geschenkbox 0,28 l

Wunderschöne Geschenkbox mit Magnetdeckel. Mit  dem Muster der Tasse bedruckt. Ein schönes Geschenk für Alt und Jung, zum Tag der Liebenden an Valentinstag oder zu Ostern und Geburtstag. Die Tasse macht immer etwas her. Auch zusammen mit dem Tee-Ei „For Lovers“.
Tee berührt die Sinne und führt Menschen zusammen.

 

Wir erfüllen Ihre Wünsche

Natürlich kann das vorgeschlagene Geschenk- Esemble mit einem andere Tee Ihres Geschmacks ausgestattet werden und, oder mit einem anderen Tee-Ei. Wir erfüllen Ihre Wünsche. Dazu brauchen sie nur auf Kontakt im Shop klicken und eine kurze Nachricht zu hinterlassen oder mit der Bitte das wir uns mit IHnen in verbindung setzen, gerne auch per Telefon. Wir beraten Sie gerne, verpacken auch ihr Geschenk als Geschenk und senden es an die Adresse, die Sie uns angeben. All dies machen wir für Sie möglich!

 

ELA TRÄUMT?

Ela träumt?

Sie hatte fünf Jahre gebraucht um sich wieder ins Leben zurück zu kämpfen, um wieder selbstständig alleine in die Städte zu fahren und herum zu spazieren, Menschen zu treffen. Sie wusste um die abschätzenden, spöttischen Blicke der anderen Menschen, musste aber so tun als gebe es sie nicht. Langsam und mit Schmerzen verbunden schob sie den sportlichen Rollator vor sich her. Wenn die Beine so schmerzten und der untere Rücken sie fast umbrachte, dann hängte sie sich über den Rollator, wie viele Frauen es beim Einkaufswagen taten. Sie war kein Leichtgewicht und die Krankheiten Lymphödem – Elephantiasis und Borreliose waren nun auch körperlich nicht sehr hübsch anzusehen und doch konnte sie ihr Leben nicht einfach hinter den Mauern ihres Hauses verbringen. Jeden Tag musste sie sich immer wieder selbst ermutigen, unter die Menschen zu gehen. Ela musste sich bewegen, sonst würde sie tatsächlich einrosten und irgendwann im Rollstuhl enden. Heute besuchte sie ein kleines nettes Städtchen in ihrer Nähe und machte einen Einkaufsbummel in den wenigen Geschäften, die es noch in der großen Fußgängerzone gab. Sie träumte schon seit Jahren von ganz besonderen Wassergläsern, die sie auf einen wunderbar gedeckten, sommerlichen Gartentisch stellen wollte. Heute wollte sie sich die Zeit nehmen und nach ihnen Ausschau halten. Tatsächlich entdeckte sie welche in einem kleinen, engen Laden, in den sie kaum mit dem Rollator zurecht kommen würde. Sie hasste es immer wieder schauen zu müssen, wo sie mit dem Rollator durchkommen konnte und wo nicht. Eine hübsch zurecht gemachte Frau mit Pagenschnitt schien die Besitzerin des Ladens zu sein, denn sie kümmerte sich um ein älteres Ehepaar, wovon er in einem Korbstuhl saß, der am Mittelpfosten des Raumes stand, während Sie neben ihm stand und sich mit der offensichtlichen Ladenbesitzerin beriet. Ela sah kaum eine Chance   in dem kleinen Geschäft, auch noch an dem älteren Ehepaar vorbei zu kommen. Sie beschloss vor dem Geschäft zu warten und machte dies der Verkäuferin mit einer Geste zum Rollator klar, als diese unvermittelt zu Ela schaute. Sie nickte unmerklich als Zeichen, dass sie Ela verstanden hatte und widmete sich dann wieder dem älteren Paar.

In solchen Augenblicken wurde Ela wieder bewusst, wie sehr die Krankheit ihr Leben verändert und beeinträchtigt hatte. Sie musste versuchen, ihr Leben so umzubauen, das es passte und für sich eine andere Ausrichtung und Betrachtungsweise auf die neue Situation zu finden. Genau das war anstrengend, kostete Mut und Kraft und zog am Ende die gesamte Familie mit, denn nicht jeden Tag ging es ihr so gut. Es gab Tage, da konnte sie auch mit dem Rollator kaum laufen, kaum die Arme heben oder sonst irgendetwas machen. Dass waren die schlimmen Tage vorwiegend im Herbst und Frühjahr aber ja, auch zwischendurch immer wieder. Stress war ein Faktor, den sie weiträumig umschiffen musste, denn dann schwoll ihr Körper noch mehr an. Und als sie das Rauchen aufgegeben hatte, schien ihr Körper förmlich zu explodieren und die Schmerzen noch schlimmer zu werden. Sie konnte sich nicht erinnern, jemals in ihrem Leben einen Tag ohne Schmerzen erfahren zu haben. In der frühen Kindheit hatte sie schon mit Leistungsturnen begonnen und war jeden Nachmittag von Montag bis Freitag in der Sporthalle, um zu trainieren. Das Training war hart und manches Mal mit vielen Tränen verbunden. Später nahm sie dann noch Trampolinsport dazu, der 2x in der Woche am Abend stattfand. Es war der Trainer und das Gefühl von Freiheit und Fliegen, das ihr solche Freude an diesem Sport gab. Zu Hause als Kind gab es sonst keine Freiheit, sie hatte keine besonders gute Kindheit in der Familie erlebt. Erst ihre Arbeit und ihr jetziger Ehemann zeigten ihr, was Liebe wirklich ist.  Klaus stand immer zu ihr, holte sie immer wieder aus tiefen Tälern heraus und liebte Ela mit all ihren Macken. Auch als sie so schlimm erkrankte, war er derjenige, der immer für sie da war – vieles erledigte, ihr auch einen Schonraum gab, den sie brauchte bis sie sich selbst aus dem Loch herausziehen konnte. Er erlernte die Lymphmassage, um Ela zwischen den Terminen beim Physiotherapeuten auch noch Erleichterung zu verschaffen. Klaus war einfach da. Ela hatte zwei Kinder mit ihm und war wirklich glücklich mit ihm.

Langsam konnte Ela schon nicht mehr stehen. Sie musste sich entweder ein wenig bewegen oder sich setzen. Sie schaute noch einmal in das kleine Lädchen hinein doch es sah nicht so aus, dass sie schon an der Reihe war. So bewegte sie sich langsam von Schaufenster zu Schaufenster, musste oft stehenbleiben und den Leuten aus dem Weg gehen, die sie einfach mit samt dem Rollator umrennen wollten und bekam langsam schon wieder das Gefühl, ein Alien zu sein. Sie summte die Melodie des Liedes vor sich her und versuchte innerlich stark zu bleiben. Nach einer Weile kehrte sie um und machte sich auf den Rückweg zu dem netten kleinen Deko-Laden. Endlich war das ältere Ehepaar gegangen. Da kam die Besitzerin aus dem Laden heraus mit Tasche und Jacke unterm Arm und wollte die Türe hinter sich zu schließen.

<<Halt, halt>> rief Ela und stürmte so schnell sie konnte auf das Geschäft zu. <<Ich wollte doch noch Gläser bei ihnen kaufen, erinnern sie sich nicht?>>

Etwas unwirsch drehte die Verkäuferin sich zu ihr um. <<Ich habe jetzt Pause und habe noch etwas zu erledigen, kommen sie doch später wieder>> zischte sie mit einem gezwungenen Lächeln.

<<Dann habe ich keine Kraft mehr, dann muss ich nach Hause und ich weiß nicht, wann ich wieder herkommen kann>>, entgegnete Ela und drückte mutig auf die Tränendrüse.

<<Na gut>>, die Frau mit dem korrekten Pagenschnitt, zog den Schlüssel wieder aus dem Schloss und öffnete weit die Tür, damit Ela und ihr Rollator hindurch passten. Im inneren des Ladens war es schön kühl und Ela konnte ein wenig durchschnaufen.

<<Welche Gläser darf ich ihnen denn zeigen?>> fragte die Frau und ging schon mal vor zum großen Schaufenster, in dem sie einige Sorten ausgestellt hatte.

<<Tut mir sehr leid, bis zum Schaufenster schaffe ich es nicht ohne Hilfe >>, bedauerte Ela und sah, wie ärgerlich die Frau aufsah, dass sie einige Gläser nehmen musste, um sie nach vorne zu Ela zu bringen. Ihre Absätze klapperten demonstrativ während sie mit hüftschwingenden Schritten die Hände mit vier verschiedenen Gläsern bepackt den Raum durchschritt. Etwas unwirsch stellte sie die Gläser auf der Ladentheke ab und Ela schob den Rollator vor, um besser an die Theke heran zu können. Sie betrachtete jedes einzelne Glas genau und machte sich Gedanken, welche Tischdecke und welches ihrer drei Porzellan Services dazu passen könnte. Sie hatte in dieser Richtung einen gehörigen Tick. Vielleicht, weil ihre Mutter das Porzellan nur immer gehortet hatte und nie den Tisch, außer zur Kommunion oder Firmung, schön gedeckt hatte. Das gab es bei Ela nicht. Einen gewissen Lebensstil hatte sie sich angeeignet und dieser wurde, wenn auch unter der Woche in abgespeckter Form, gefrönt. Eine der wenigen Dinge die ihr im Leben wichtig waren. Ela konzentrierte sich auf die Gläser, als sie so ganz nebenbei die Verkäuferin leise aufstöhnen hörte, während hinter ihr die Ladentür geöffnet wurde. In dem Moment, als ihre Entscheidung auf eine Sorte der Gläser gefallen war, gefror ihr das Blut in den Adern als sie  eine samtweiche, tiefen Männerstimme vernahm, <<Guten Tag…>>

Fast hätte sie das Glas fallen gelassen. „Jetzt nicht umdrehen, bloß nicht umdrehen“, dachte sie und schaute stur auf die Verkäuferin vor sich. Kalkweiß musste sie wohl sein, die Beine zitterten und ihr Magen wurde flau, kurz, ihr wurde verdammt schlecht.

Wenn er sie erkannte, wenn er ihren Körper, ihre Beine sah, sie wollte es sich nicht ausmalen, das könnte sie nicht ertragen. Ela riss sich zusammen, reichte der Verkäuferin das von ihr ausgesuchte Glas und sagte mit belegter Stimme, so leise wie möglich, << sechs Stück davon bitte>>.

Die Frau mit dem Pagenschnitt nickte, ging nach hinten zum großen Schaufenster und angelte nach den restlichen fünf Gläsern der von Ela ausgesuchten Sorte, schaute nach das sie in Ordnung waren und verschwand hinter einer Tür um einen Karton zu holen, in den sie die Gläser verpacken konnte.

Spannung lag in der Luft und ein gewisses knistern. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Ela atmete ganz flach und hoffte inständig, dass die Verkäuferin endlich wiederkam. Sie wollte nur noch raus an die Luft und verschwinden. Sie schloss die Augen, als sie seine Schritte näherkommen hörte. Schweiß bildete sich unter ihrer Nase auf der Oberlippe vor Anstrengung. Die Fingerknöchel wurden weiß, so fest hielt sie den Rollator mit beiden Händen. Und dann, plötzlich stand er ganz dicht hinter ihr, sie konnte ihn spüren, obwohl er sie nicht berührte. Sein Atem strich sanft wie ein Frühlingswind ihren Nacken. Die kleinen Härchen des Haaransatzes stellten sich auf und schienen die Aufgabe von tausenden Antennen zu übernehmen. In Ela krampfte sich alles zusammen, während sich ihr Unterleib zu entspannen schien. Alles Blut sammelte sich in ihm und genau in der Mitte war es als wäre ein kleines Knäuel der Anspannung noch da. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals. Ela musste sich beherrschen um nicht davon zu eilen.

<<Ela, du bist es>>  raunte er. Schwer atmete er aus. <<Endlich habe ich Dich gefunden>> Heiß traf jetzt sein Atem auf ihren Nacken. Ela atmete schneller. Als sich seine Hand auf ihrer Schulter legte, setzte ihr Herz kurz aus, dann drehte er Ela zu sich herum…

(C) Copyright by Mim Krause Berger www.mims-tee.de