Zum 1. Advent

Ostfriesische Bohntjesopp

Die Woche vor dem ersten Advent verlangte unserer Familie so einiges ab. Chris und ich mussten zugeben das wir keine jungen Springinsfeld mehr waren und schneller ermüdeten als mit 30. Kurz wir freuten uns auf den ersten Advent an dem wir ganz beschaulich zusammen sitzen wollten auf das Jahr von Mims-Tee schauen wollten und und alles sollte bei Kerzenschein mal von uns abfallen.

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Chris trinkt zu solchen Anlässen gerne einen malzig, würzigen Ostfriesentee, knabbert ein Plätzchen dazu oder einen Kuchen und träumt sich ans Meer. Wenn man ihn dann beobachtet kann man sehen das er manchmal die Haare nach hinten streicht, als ob der Nordwind sich tatsächlich in seinen Haaren verfangen würde. Alleine für solche Anlässe habe ich eine ostfriesische Bohntjesopp angesetzt.

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Ich kenne sie noch aus meiner Kindheit, da kaufte meine Mutter sie auf den berühmten Butterfahrten an der Nordsee, die es leider nicht mehr gibt  . Nach ostfriesischem Brauch wurde die traditionelle Bohntjesopp zur Geburt eines Kindes angesetzt. Freunde und Bekannte stossen dann zur Geburt mit diesem Kinnertön an . Bei uns, im alten Dillkreis lässt man das Kind zur Geburt ,,pinkeln“ .

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Die Bohntjesopp wird aus sehr kleinen Teetassen getrunken, oder in eine Ostfriesentorte gemischt oder in eine Puddingspeise. Mir fallen dazu noch einige Kleinigkeiten ein um diese köstliche Bohntjesopp zu verwenden. Letztlich reiche ich sie auch gerne zum würzigen, malzigen Ostfriesentee. Ich gebe ein bisschen in die Teetasse zum Tee dazu und die Rosinen, Sultaninen löffeln wir dann langsam und genüsslich zum Gebäck. Danach schläft es sich ganz reizend J

Rezept für Bohntjesopp

250 g. Sultaninen

100 g Kandiszucker

0,7 L Weinbrand

 

Die Sultaninen, in einer Schüssel, mit warmen Wasser übergießen und waschen. In einem Sieb abtropfen lassen. Die Sultaninen in ein, dafür vorgesehenes Gefäß schütten ( große Schraubgläser, Einmachgläser etc.), Kandiszucker darüber geben und mit Weinbrand auffüllen. Man rechnet mindestens 1-2 Wochen Ziehzeit bis die Sultaninen sich vollgesogen haben. Das Gefäß dunkel stellen und hin und wieder schütteln oder auf den Kopf stellen.

Rezepte für die Bohntjesopp findet man aber im Internet genug

Zur Teezeit am ersten Advent gab es selbst gebackene Plätzchen unserer Enkelin, Lebkuchen und Ostfriesentorte.

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Aus Rücksicht auf unsere Enkelin haben wir die Torte ohne Bohntjesopp hergestellt. Wir Erwachsene haben uns dann etwas davon über unsere Stücke geträufelt. Ausgesucht haben wir uns die Ostfriesentorte mit Eischnee. Der Eischnee sieht dann aus wie die Schaumkronen auf dem Meer.

Rezept unserer Ostfriesentorte vom 1. Advent

http://www.chefkoch.de/rezepte/861351191657362/Ostfriesentorte.html

Ich empfehle aber bei einer 28 cm Springform, das Rezept zu verdoppeln, sonst werden die Böden viel zu dünn.

Aber hier gibt es noch mehr Rezepte der Ostfriesentorte

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Unser Tee dazu war eine Ostfriesen Broken Mischung aus hochwertigen schwarzen Tees mit feinen Tips, damit ist die Blattspitze des Tees gemeint. Und aus dem Lager von Mims-Tee stiebitzt.

Ostfriesen Bop-Mischung II mit einem kräftigen, feinwürzigen Geschmack.

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Da so viel Sahne in der Torte war, haben wir auf die Sahnewolke im Tee verzichtet, die aber sonst für die friesische Teezeremonie unerlässlich ist.

Siehe auch meinen Beitrag ,,Ostfriesland, das Paradies am Teehimmel“

Die Adventzeit ist genau dafür geschaffen mit einem Tee, einer Teezeremonie nach innen zu schauen, zur Ruhe zu kommen und im Kreis der Familie mit Kerzenlicht die besonderen Tage zu begehen. Für uns ist es im Moment eine Erholung, ein kleiner Urlaub mit Genuss unserem Tee von Mims-Tee.

Das Mim von Mims-Tee freut sich schon auf den zweiten Adventsonntag. Schauen wir mal was es da feines gibt.

Als kleines Gastgeschenk bei Besuchen oder als Geschenk unter Teeliebhabern, möchte ich Ihnen gerne unser Präsent, Reisekoffer „Ruhige Reise“ , empfehlen:

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Ihnen wünsche ich ein wunderbares 2. Adventwochenende.

 

 

Ihre Mim

(Bilder: Mims-Tee)

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Ostfriesland, das Paradies am Teehimmel

www.mims-tee.de  hat die gute Auswahl

Als der Tee über Holland nach Deutschland kam, wurde er zunächst in Apotheken als Heilmittel verkauft.
Am Ende des 18. Jahrhunderts kam dann der Tee und die Teesalons in Mode. In den Häusern des höheren Standes wurde zu vornehmen Teestunden geladen. Man traf dort auch immer wieder einmal auf Künstler und Intellektuelle, die mit Musik und tragenden Gesprächen die Teestunde kulturell bereicherten. Um 1930 kamen dann Tanztees in Mode. Zum Tanz wurden Tee und Häppchen gereicht.

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In Ostfriesland und Hamburg war der Tee, wie auch noch heute besonders beliebt. Der alte Fritz bezeichnete den Tee aber als chinesisches Drachengift und heckte mit den Bierbrauern eine Intrige aus, nach der er kurzerhand am 22 Mai 1777 ein generelles Teeverbot aussprach. Die Gewählten Stadtherren Ostfrieslands verbündeten sich mit dem Adel und den Bauern um gegen dieses Ungemach vorzugehen. Zwei Jahre brauchte es bis das Teeverbot aufgehoben wurde und das sicherlich auch nur, weil der Tee und sein Ritual schon augenscheinlich Fuß in der Tradition der Ostfriesen gefasst hatte.
Es entwickelte sich eine eigene Teezeremonie der Ostfriesen. So werden gerne die 4 Teetieden (Teezeiten), eingehalten. Es wird am frühen Morgen Tee getrunken, dann gegen 11 Uhr am Vormittag, Nachmittags gegen 15 Uhr und abends um 20 Uhr. Ein kräftiger Asam gehört zu der guten würzig, malzigen Ostfriesenmischung. Zum Tee bereiten benutzen die Ostfriesen immer die gleiche Kanne, den Teepott, der nur mit heißem Wasser ausgespült wird.

 

Der Tee wird in den Teepott gefüllt und mit kochendem heißem Wasser drei Finger breit überbrüht. Das Ganze dann drei Minuten ziehen lassen und dann wird der Teepott mit dem restlichen Wasser aufgefüllt. Um zu verhindern das der Tee bitter wird, wird der Tee nun in eine zweite, vorgewärmte Kanne gefüllt und nach Geschmack ziehen gelassen.
Die Ostfriesen legen zuerst ein Kluntje in die zierlichen Tassen des Ostfriesen-Teeservice. Kluntje sind Stücke aus weißem oder braunen Kandiszuckers. Dann wird die Tasse ¾ voll mit Tee gefüllt und mit ¼ Sahne aufgefüllt. Besonders zu beachten ist dabei das Wulkje (Wölkchen), dass mit einem Sahnelöffel oder Sahnekännchem rundherum vom Teetassenrand aus vorsichtig in den Tee gleiten gelassen wird. Nie wird der wahre Ostfriese den Tee umrühren sondern genießt ihn durch die kühle Sahne hindurch, dann kommt der malzig würzige Tee und danach der Bodengrund der mit seiner Süße des Kluntje den Genuss vervollkommnet.

Ich wünsche viel Freude an der Teezeremonie in Friesland.

 

Ihre Mim von www.mims-tee.de

 

(Bilder: Mims-Tee)

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